Beliebt bei Städtereisen nach Baden-Württemberg ist ein Besuch in Ulm an der Donau. Das Oberzentrum liegt weit im Osten an der Grenze zu Bayern im württembergischen Landesteil.
Schon von Weitem fällt der imposante Turm des Ulmer Münsters auf. Die gotische Kirche verfügt über einen Kirchturm, der mit Leichtigkeit alles in der Umgebung überragt, ist er doch mit einer Höhe von über 161 Metern der höchste Kirchturm der Welt. Die Kirche selbst wurde im Jahr 1377 begonnen als sich die Ulmer Bürger eine eigene Stadtkirche schaffen wollten.
Auf eine noch deutlich längere Geschichte kann die Stadt Ulm zurückblicken. Zur Mitte des 9. Jahrhunderts wurde Ulm zur Königspfalz und erstmals urkundlich erwähnt. Später war Ulm lange Zeit eine freie Reichsstadt, erst 1802 verlor es diesen Status und kam zu Bayern. Nach nur wenigen Jahren, 1810, vereinbarten Bayern und Württemberg jedoch einen Gebietstausch, der zwar die größten Teile wiederum nach Württemberg brachte, das Stadtgebiet jedoch auch teilte. Die südlich der Donau gelegenen Teile blieben bayerisch und wurden somit damals zum Ausland. Heute existiert hier die Stadt Neu-Ulm. Die Grenze zwischen Bayern und Württemberg besteht so fort bis heute.
Leider wurde auch Ulm im Zweiten Weltkrieg ein Opfer der Bombenangriffe. Der schöne historische Stadtkern ist dabei weitgehend zerstört worden, Neubauten orientierten sich eher an moderneren Formen, so dass ein geschlossenes Altstadtensemble nicht mehr vorhanden ist. An einzelnen Orten, Gässen und Plätzen finden sich dennoch noch einige sehr schöne alte Häuser aus den verschiedenen Epochen. Besonders prägend für die Stadt waren einst die Giebelfachwerkhäuser wie sie heute noch zum Beispiel am Fischerplätzle stehen.
Interessant ist in Ulm auch die Theaterlandschaft. Das Stadttheater ist das älteste seiner Art in Deutschland und gleichzeitig das größte der Stadt. Es hat seinen Sitz in einem 60er Jahre-Bau und präsentiert sowohl Schauspiel als auch Musiktheater und Ballett.